Burundi

Das Land der 1000 Hügel im Herzen Afrikas

Die Republik Burundi liegt in Zentralafrika. Die Landesfläche beträgt  27 834 km². Die Bevölkerungszahl wird auf ca. 6 Millionen geschätzt. Burundi ist ein Agrarland.  Mehr als 50 Prozent der Bevölkerung lebt von der Subsistenzlandwirtschaft. Die Landessprache ist Kirundi, die Amtssprache Französisch. Trotz eines geringen Urbanisierungsgrades liegt die durchschnittliche Bevölkerungsdichte bei ca. 250 Einwohnern pro km², die Folgen dessen sind  Landknappheit, Umweltzerstörung und die daraus resultierenden Konflikte.

Die Bevölkerung Burundis setzt sich aus drei Volksgruppen zusammen: Die Bahutu, die den größten Bevölkerungsanteil stellen, die Batutsi und die Batwa. Diese Zusammensetzung der Bevölkerung stellt im Grunde eine positiv nutzbare soziale wie auch kulturelle Vielfalt dar. Auch wenn es deswegen  immer wieder zu Konflikten und gewalttätigen Auseinandersetzungen  kommt liegt die Zukunft Burundis gerade in dieser Vielfalt der Kulturen.

Burundi gehört zu den am stärksten christlich missionierten Ländern Afrikas. Über 85% der BurundierInnen sind Christen, ca 75% Katholiken und ca 10% Protestanten.  Die restlichen 15 % sind moslemischen Glaubens bzw. ohne Religion.
Burundi gehört zu den 5 ärmsten Länder der Welt.

Geschichte des Landes

Burundi ist, anders als die meisten schwarzafrikanischen Staaten, keine willkürliche Schöpfung der Kolonialherren. Burundi war schon jahrhundertelang ein selbstständiges Königreich, als es 1899 gemeinsam mit dem benachbarten Königreich Ruandas als Protektorat Ruanda-Urundi Teil Deutsch-Ostafrikas wurde. 1916, im ersten Weltkrieg, eroberten belgische Truppen das Protektorat. Am 1.7.1962 wurde aus Ruanda-Urundi die beiden selbstständigen Staaten Ruanda und Burundi. Seit 28.11.1966 ist Burundi eine Republik.

Geographische Lage

Die Republik Burundi liegt am Tanganyikasee in Zentral-Ostafrika, südlich der Sahara in der so genannten " Region der Großen Seen". Nachbarnländer sind: Rwanda, Kongo und Tansania. Das Klima ist tropisch, wird jedoch durch das Wasser des Tanganyika Sees und die Höhenlage gemäßigt. Regen fällt hauptsächlich von Februar bis April, September bis Dezember.
Die durchschnittlichen Temperaturen variieren zwischen 19° (Ost) und 24° (West).

Verwaltungsstruktur

Die Hauptstadt Burundis heißt Bujumbura. Sie liegt am Tanganyikasee und hat ca 300.000 Einwohner. Bujumbura ist Burundis Verwaltungs-und Wirtschaftszentrum. Dort befindet sich ein internationaler Flughafen und ein Binnen-Hafen. Burundi gliedert sich traditionell in 11 Regionen :  Imbo, Mumirwa, Mugamba, Bututsi, Buragane, Kirimiro, Buyenzi, Bugesera, Bweru, Buyogoma und Kumoso. Heutzutage wird Burundi in 16 Provinzen eingeteilt : Bubanza, Bujumbura, Bururi, Cankuzo, Cibitoke, Gitega, Karuzi, Kayanza, Kirundo, Makamba, Muramvya, Muyinga, Mwaro, Ngozi, Rutaga und Ruyigi.

Wirtschaftsstruktur

Burundi ist ein Agrarland. Über 95% der Bevölkerung lebt von der Selbstversorgungslandwirtschaft. Kaffee ist das wichtigste Exportgut des kleinen Landes und entsprechend unsicher und weltmarktabhängig sind die wenigen Einnahmen.